Lage
Quelle: http://de.wikipedia.org/wiki/Bauland_(Landschaft)

Das Bauland ist eine Landschaft im Nordosten Baden-Württembergs. Es ist eine Gäulandschaft und gehört naturräumlich betrachtet zu der Großlandschaft Neckar- und Tauber-Gäuplatten, die sich vom Hochrhein bis zum Taubertal erstreckt. - Der Naturraum Bauland erstreckt sich grob umrissen vom Neckar bei Mosbach nach Nordosten bis Assamstadt, von dort nach Norden bis Hardheim und zurück zum Neckar vorbei an Buchen. Die östliche Grenze orientiert sich an der Wasserscheide von Erfa und Kirnau zur Tauber.

Das Bauland wird aufgrund der klimatischen Bedingungen umgangssprachlich auch als Badisch Sibirien bezeichnet. Es ist die Heimat des Grünkern.

Die Landschaft liegt zwischen Odenwald, Tauber, Jagst und Neckar und erstreckt sich über größere Teile des Main-Tauber-Kreises und Neckar-Odenwald-Kreises. Außerdem tangiert sie den Hohenlohekreis und den Landkreis Heilbronn.

Die Muschelkalklandschaft des Baulands schließt sich östlich an den Buntsandstein-Odenwald an. Typisch für Kalklandschaften sind Karsterscheinungen. Zu ihnen gehören an der Erdoberfläche unter anderem Dolinen (z.B. das Dolinenfeld im Rehgrund bei Hettingen, einem Ortsteil von Buchen (Odenwald)), Trockentäler und Karstquellen (z.B. die Morrequelle in Hettingen, die Rinschbachquelle in Rinschheim oder die Nächstquelle in Götzingen). Im Untergrund können Höhlensysteme entstehen. Die Eberstadter Höhlenwelten sind ein markantes Beispiel dafür. Ein Teil steht dem Besucher offen, die Eberstadter Tropfsteinhöhle. - Die Verkarstung verdankt das Bauland der Entwicklung der Südwestdeutschen Schichtstufenlandschaft.

Das Bauland ist flachhügelig. Die muldenförmigen Täler sind Ergebnis geringer Tiefenerosion und verstärkter Seitenerosion. Häufig treten sie als Trockentäler auf, d.h. nur nach ausgiebigen Niederschlägen oder der Schneeschmelze kommt es zu einem oberflächlichen Abfluss in den Bächen. Das Bauland entwässert einerseits nach Norden in den Main und andererseits in den südlichen Teilen in den Neckar. Diese beiden Flusssysteme stehen in Konkurrenz zueinander. Typisch für die Karstlandschaft ist, dass die oberirdische Wasserscheide und die unterirdische Wasserscheide teilweise beträchtlich voneinander abweichen.